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Jatrophaöl

Die steigenden Weltmarktpreise bisher verfügbarer Pflanzenöle (Rapsöl, Palmöl, Sojaöl) zur energetischen Nutzung haben dazu geführt, dass alternative Ölsorten zur energetischen Verwendung in Blockheizkraftwerken (BHKW) gesucht werden.

Eine seit etlichen Jahren in Zusammenhang mit der energetischen Pflanzenöl-Nutzung im Gespräch befindliche Ölsorte ist Jatropha. Schon seit den 80er Jahren wurden Projekte angestoßen, die sich mit der Verwendung von Jatropha-Öl in Motoren beschäftigen.

Der große Vorteil von Jatropha-Öl ist der, dass dieses Öl nicht als Nahrungsmittel verwendet werden kann und auch auf kargen Böden wächst. Dadurch entsteht auch keine ethische Konfliktsituation (Energienutzung contra Nahrungsversorgung), die von vielen Naturschutzverbänden kritisiert wird.


Jatrophaplantage in Ghana

Unsere Jatrophaproduktionen befindet sich an mehreren Standorten in Westafrika. Dort wurden vorhandene Plantagen erweitert und Neue angelegt. Dazu wurden nur Flächen bestellt, die weder zur Nahrungsmittel- noch zur Futtermittelproduktion geeignet waren. Derzeit sind weltweit zahlreiche Projekte zum kommerziellen Anbau von Jatropha zu beobachten. Erste Erfahrungen zeigen jedoch dass sich die erwarteten Erträge pro Hektar nur bei guter Bewässerung und humushaltigen Böden erzielen lassen. Auf schlechten Böden in niederschlagsarmen Gebieten reduzierten sich die Erträge erheblich.

Der Einsatz von selbst produzierten Mykorrhiza Düngerpilzen stellte sich aber als sehr vorteilhaft heraus. Durch die älteste Symbiose zwischen Pflanzen und Bodenpilzen ließen sich Ertragssteigerungen von über 50% erzielen. Dabei wurde sogar auf den Einsatz von chemischen Düngern und zusätzliche Bewässerung verzichtet.

Alle Vorteile von Mykorrhiza Düngerpilzen finden Sie HIER

Pflanzenproduktion von Jatrophasetzlingen (vorn ohne - hinten mit Mykorrhiza)
Pflanzenproduktion von Jatrophasetzlingen (vorn ohne - hinten mit Mykorrhiza)

Allgemeines zu Jatropha

Die Jatropha curcas oder auch Purgiernuss gehört zu der Familie der Wolfsmilchgewächse und ist ein sukkulenter Strauch, der bis zu 8 Meter groß wird. Die fünflappigen Blätter sind ca. 15 cm groß, leicht gelblich gefärbt und behaart. Wenn die kleinen runden Kapselfrüchte reif sind, werden sie schwarz und entlassen kleine kegelförmige Samen. Der Name Jatropha kommt aus dem Griechischen (trophe = Ernährung, latros = Arzt) und weist auf die frühere medizinische Nutzung einiger Samen hin.

Jatropha-Arten sind immergrüne laubabwerfende Sträucher oder Bäume, die sehr resistent gegen Dürre sind und auf ertragsschwachen Böden angebaut werden können. Aus diesem Grund findet man sie hauptsächlich in tropischen und subtropischen Gebieten (Asien, Amerika und Afrika).

 

Besonderheiten

Die Purgiernuss ist nicht essbar, da der enthaltende Milchsaft giftig ist und stark abführend wirkt. Früher wurde es als Arzneimittel verwendet, dient heute allerdings zumeist nur als Schutzhecke und zur Aufforstung von kahlen Landstrichen sowie als Schutz vor Desertifikation und Erosion. Das Besondere an dieser Pflanze ist die Resistenz gegen extreme Dürre und Parasiten. Sie wächst auf kargen und ertragsarmen Böden und kann bis zu drei Jahren Dürre überstehen, wodurch neue, für den Nahrungsmittelanbau ungeeignete Ertragsflächen erschlossen werden können.

Die Pflanze produziert eines der effektivsten Bioöle welches als Lampenöl, Brennstoff, Seife oder Kerze verwendet wurde, bis man vor einigen Jahren auch die umweltfreundliche Nutzung als Biokraftstoff entdeckte. Seither gibt es unzählige Forschungen bezüglich des Anbaus, der Ölgewinnung und der Restverwertung. Neben dem Öl bleibt bei der Pressung der Presskuchen zurück, welcher als Düngemittel verwendet werden kann. Ein weiterer wünschenswerter Nebeneffekt des Jatropha-Anbaus in Entwicklungs- und Schwellenländern sind zusätzliche Verdienstmöglichkeiten, die den Menschen dort geschaffen werden.

Hier kommen Sie auch zu unseren Energieoasen.


Links ohne und rechts mit Mykorrhiza angezogene Jatrophapflanzen